Heilige Runen
Zauberzeichen des Nordens

 

 

Dieses Buch war mein zweites Buch. Ich mußte damals über 12 Jahre nach einem interessierten Verlag suchen, bis ich endlich den Heyne-Verlag fand, der das Buch als Taschenbuch 2003 herausbrachte. Im Jahre 2004 wurde die Heyne-Esoterik an Ullstein übertragen, so daß das Buch seit 2004 beim Ullstein-Verlag verlegt wird. Dabei konnte ich es noch korrigieren und ergänzen, so daß die Ullstein-Fassung als die bessere anzusehen ist. Beim Weglöschen des Heyne-Verlagszeichens verlor die Pertho-Rune links oben auf dem Titelbild übrigens ihre obere Hälfte.

Das Buch wurde bereits ins Russische übersetzt (siehe Titelabbildung links). Die Herausgabe einer englischen Übersetzung ist geplant.
Das Buch war und ist ein großer Prestigeerfolg; 460 engbedruckte Seiten für nur 11,95 Euro, dazu in dem renomierten Verlag Ullstein. Es führte zu einer Neid-Mobbingkampagne von Neoheiden gegen mich, die noch heute fortwirkt.
Allerdings ist es für absolute Laien doch etwas schwer zu verstehen. Aus diesem Grunde gibt es seit Mitte 2015 ein einfaches, kurzes Runenbuch aus meiner Hand, mit dem Titel "Zukunftsschau mit Runen" (siehe die Informationen auf dieser Netzseite unter Menüpunkt "Zukunftsschau").

In diesem Buche wird erstmals etwas ganz neues versucht: Die Runen werden unter Zuhilfenahme nahezu aller Quellen gedeutet und entschlüsselt. Während die bisherige wissenschaftliche Runenforschung die schriftlichen Quellen zu den Runen fast gänzlich unberücksichtigt ließ und die esoterische Runendeutung an Runeninschriften und anderen altertumskundlichen Erkenntnissen vorbeiging, werden in diesem Buche nunmehr alle zugänglichen Überlieferungen zu den Runen veröffentlicht und in die Runenentschlüsselung einbezogen. Erstmals werden alle Runenlieder (mittelalterliche Gedichte, welche die Runen erklären) herangezogen und die Runen im Einklang mit den überlieferten Schriften gedeutet. Alle in den Handschriften erhaltenen Runennamen werden in Übersicht aufgeführt, die germanische und indogermanische Namensform jeder Rune wird erarbeitet. Jede Rune wird auf mehreren Seiten einzeln besprochen und in ihrem Zusammenhang in der Runenreihe gedeutet. Erstmals gibt es mehrere Erklärungen für die Abfolge der Runen in ihrer Reihe. Mehrere Abschnitte führen die schriftlichen Quellenzeugnisse zu den Runen auf, darunter auch Runenhandschriften und Runenzauber. Die Göttersagen zu den Runen werden nicht nur wiedergegeben und erläutert, sondern sie sind auch in die Einzeldeutungen mit einbezogen. Viel Raum ist in dem Buche auch der Wiedergabe und Übertragung von Runeninschriften aller germanischer Länder gegeben. Ein Abschnitt befaßt sich ausschließlich mit Runenzauber und den in Handschriften überlieferten Verschlüsselungen (Geheimrunen). Die Fülle des Stoffs wird zusammen mit der Volksüberlieferung, der Sprachwissenschaft und dem germanischen Glauben erschlossen. Für den Leser werden alle gezogenen Schlußfolgerungen nachvollziehbar und nachprüfbar, da ihm mit diesem Buche erstmals die Quellen zur Verfügung stehen. Zahlreiche überlieferte Runenzauber aus dem gesamten germanischen Raum machen das etwa 460 Seiten starke Buch zu einer wahren Fundgrube für Runenforscher und -esoteriker. 99 Abbildungen und viele Darstellungen führen dem Leser die ganze Vielfalt der Runenüberlieferung anschaulich vor.

Dieses Buch entstand nach 14jähriger Arbeit und Recherche. Das Buch gibt eine Zusammenstellung aller Quellen und Überlieferungen zu den Runen, den magischen Zeichen der Germanen. Aber diese Quellen werden auch erläutert und gedeutet.

Kapitel 1 ist eine Einführung in das Thema, die Bedeutung des Wortes „Rune“ in den verschiedenen Sprachen, die einzelnen Runenreihen, Übertragung von Runeninschriften, Besonderheiten wie Binderunen oder Sturzrunen, Deutung und Datierung von Runenzeichen.

Kapitel 2 behandelt zunächst die wissenschaftlichen Herkunftstheorien zu den Runen, um dann über Felsbilder mit Runen zu den Herkunftsmythen über die Runen zu gelangen, die im übersetzten Originaltext abgedruckt werden.

Kapitel 3 führt alle mittelalterlichen Handschriften tabellarisch auf, in denen Runennamen enthalten sind, so daß der Leser die unterschiedlichen Namensformen übersichtlich zusammengestellt findet. Es werden mittelalterliche Texte mit Runen, z. B. das Lied „Salomo und Saturn“, in welchem einzelne Runen stehen, die zusammengestellt die Buchstaben des „Pater noster“ (Vaterunsergebetes) ergeben, aufgeführt. Schließlich werden die alten Runenlieder, also Gedichte, die jede Rune mit einer Textzeile oder Strophe erläutern, vollständig in Übersetzung angeführt, also das angelsächsische Runenlied, drei nordische Runenlieder sowie das Runenlied der Edda. Für eine Neuausgabe können noch zwei jüngere, schwedische Runenlieder (die erst kürzlich bekannt wurden) mit abgedruckt werden. Alle diese Lieder sind wichtige Unterlagen zur Deutung der einzelnen Runen.

Kapitel 4 behandelt nun die ersten 8 Runen ausführlich und bringt Interpretationen der Runenbedeutung nach den Runenliedern, die in Kapitel 3 abgedruckt wurden. Dabei werden die Runennamen auf ihren indoeuropäischen Ursprung untersucht, aber auch eigene Deutungen zur Diskussion gestellt.

Kapitel 5 und 6 behandeln in gleicher Weise die weiteren 16 Runen.

Kapitel 7 gibt eine Erklärung der Reihenfolge der Runen, die sich von allen bekannten Schriftzeichenreihen unterscheidet. Die Runen werden hier u. a. als Initiationszeichen der drei Stände interpretiert.

Kapitel 8 erläutert an Hand der historischen Textquellen das Runenlosen oder Runenwerfen, also wie man die Götter mithilfe der Runen befragte bzw. befragt.

Kapitel 9 zeigt auf, wie man heute die Runen zum Losen benutzen kann, also wie man sich Runenstäbchen selbst herstellt, wie man die Runen wirft und wie man sie deutet.

Kapitel 10 behandelt die Runen im Jahreskreis und Kalender. Es werden die Runen in Zusammenhang mit den Tierkreiszeichen und Göttern gestellt und es werden die alten Runenkalender vorgestellt. Auf diese Weise kann auch jeder seine persönliche Schlüsselrune und persönliche Gottheit finden.

Kapitel 11 behandelt die erst im letzten Jahrhundert entstandenen Runenstellungen (Runenmeditationsstellungen, Runen-Yoga) und beschreibt sie genau. Mithilfe dieser Stellungen kann man die Kräfte der Runen direkt körperlich aufnehmen.

Kapitel 12 listet die einzelnen Runenzauber in der Edda (germanische Mythensammlung) auf und erläutert sie.

Kapitel 13 widmet sich in gleicher Weise den anderen Überlieferungen, in denen Runen vorkommen und deutet diese Stellen. Hier werden auch erhaltene und verlorene Zauberbücher mit Runen vorgestellt und ganze Handschriften in Runenschrift. Auch Runen im Volkslied oder im Märchen werden erwähnt, dazu der jüngere isländische Runenzauber mit seinen komplexen Zauberzeichen.

Kapitel 14 enthält eine Aufstellung von Runeninschriften, die die Archäologen auf Fundstücken und Steinen entdeckt haben, natürlich mit Übersetzung. Der Leser erfährt so aus erster Hand, was unsere Vorfahren mit den Runen schrieben.

Kapitel 15 behandelt das Gebiet des Runenzaubers, also Inschriften, deren Runenanzahl magisch ist, bestimmte magische Runenwörter, Geheimrunen, also Verschlüsselungen von Runen nach mittelalterlichen Manuskripten, Runenzahlen (Stabzahlen) und wirft zuletzt noch einen Blick auf keltische Zeichen, genannt Ogom (Ogham).

Ein Register des Zaubers und ein Register der Runenfundstücke gehören dazu, wie auch eine Literaturliste und 226 Anmerkungen (Fußnoten).

 

Géza von Neményi, "Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens",  2003, 2. Auflage Berlin, München 2004, 460 Seiten, 99 Abbildungen, ISBN 3-453-86457-3 (€ 11,95). B 7.

Священные руны. Магические символы севера (Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens, russische Übersetzung),  Moskau 2005, 384 Seiten.

 

Amazon Rezensionen

(Bewertung bei Amazon: 4 Sterne)